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Conserver

 

Habe mir wie schon bei der Le Sphinx erwähnt auf der Wiener Modellbaumesse vor 3-4 Jahren den Baukasten der Conserver gekauft. Ausschlaggebend dafür das außergewöhnliche Erscheinungsbild und der Preis von 200€, sozusagen ein Scnäppchen da der Baukasten damals laut Katalog ca.400€ gekostet hat. Mitlerweile ist der Baukasten vom Markt genommen worden, durch Zufall kann man ihn aber noch bei manchem Händler als Restposten oder auf den verschiedensten elektr. Marktplätzen finden- zu dementsprechenden Preisen.

Zur Erklärung des Modells einen kurzen Abstecher zum Original:
Die Conserver wurde von den Schiffsbauarchitekten Murray, Cormack & Partner in Schottland entworfen. Die Conserver stand im Dienst der Forth Ports Authority und ihre Hauptaufgaben sind hydrogaphische Vermessungen und die Wartung der Navigationsbojen. Mitlerweile ist sie in Privaten Besitz übergegangen, wohin konnte ich nicht herausfinden.

Eines der charakteristischen Merkmale ist das nach Backbord versetzte Ruderhaus welches erlaubt, die Ankerwinde als Winch für die Befestigungsketten der Bojen zu verwenden. Diese Ketten werden dann über Deck gezogen, inspiziert und gewartet. Der Mast befindet sich trotzdem in der Mitte des Schiffes. Der an der Seite des Ruderhauses auf einem kleinen erhöhten Deck angebrachte HIAB Kran dient zur Verholung der Bojen an Deck. Dann werden die Bojen auf dem Arbeitsdeck hinter dem Ruderhaus gewartet. Der leichte Arbeitskran am Heck dient zur Entnahme von Wasserproben und anderen hydrographischen Arbeiten.

Eines der ungewöhnlichsten Merkmale des Schiffes ist das Schilling oder Fischschwanz Ruder (im Profil nicht wie eine Spindel sondern wie ein Fisch). Dieses ungewöhnliche Ruder gibt dem Schiff eine aussergewöhnliche Manövrierfähigkeit bei allen Geschwindigkeiten.Zusätzlich hat das Original ein Omega 2 Kupplungsgetriebe das es dem Motor erlaubt mit hoher Drehzahl die Hydraulik zu versorgen, während gleichzeitig die Schiffsschraube mit langsamer Umdrehung läuft.

Soviel zum Vorbild. Nun zum Baukasten, dieser beinhaltet:
Rumpf aus GFK,für das Deck liegen etliche Polistyrolplatten bei, Ruder aus Metall, Welle mit Stevenrohr und einem metall scale Propeller, über 100 gestanzte und 150 bedruckte Polistyrol-Teile für die Aufbauten, 200 Beschlagteile aus Weißmetall, Ruderhaus Inneneinrichtung, Tiefziehteile für die Rettungsinsel, ein Bausatz für den HIAB Kran aus Polistyrol Draht und Plastikschlauch für die Hydraulikleitungen sowie einige Weißmetallteile, Hölzer für den Mastbau, Draht für die Reling, Abziehbilder sowie eine leicht verständliche Bauanleitung und ein detaillierter Bauplan in deutsch und englisch.

Der Baukasten der Conserver enthält ca. 600 Teile.
Da der Bauplan und die Beschreibung sehr detailiert gehalten sind ist der Baukasten eigentlich auch für „gute“ Anfänger geeignet- eigentlich! Da die Paßgenauigkeit der vorgestanzten Teile ein wenig zu wünschen übrig lassen und die aufgedruckten nicht viel bessere Kritik bekommen sollte man schon ein wenig Erfahrung im Modellbau mitbringen. Bei den bedruckten Platten sind die Linien teilweise ca. 1,5-2mm breit- wo soll man da schneiden?! Aber zum Glück haben diese Teile durchgängig ein wenig Übermaß also kann man sie noch anpassen.
Da ich den Inhalt so wie er war verbauen wollte legte ich alles in den Rumpf und wog diesen. Die Erkenntnis das die Bauteile ohne RC- Komponenten, Farbe und Kleber schon die angegebenen 5kg der Bauanleitung ergaben stimmte mich nicht glücklich. Da die Wandstärke des Rumpfes aber bis zu 6mm aufwies, konnte mit zuhilfenahme des geliebten Dremels eine Abspeckkur begonnen werden. Dadurch, hoffte ich, kann ich auf das angestrebte Gewicht des fertigen Teils kommen.

Habe aber dann beim Bau auch noch die eine oder andere Gewichtseinsparung bestreiten können.
Ab dem Baubeginn achtete ich daher so leicht wie möglich und stabil wie nötig zu bauen. der ganze bau verlief eigentlich strikt nach Anleituhg und Plan. Nur das Ruder aus diesem schweren Weißmwtallguß baute ich mir aus ABS Platten und einer 4mm Messingwelle selbst, war um ca. 150gr. leichter. Ebenso mußte der Mast modifiziert werden da ich alle Lichter funktionsfähig darstellen wollte. Dafür nahm ich die zwei Holzteile welche dafür verwendet werden sollten schliff sie mit groben Papier einiges kleiner umwickelte sie mit Frischhaltefolie und laminierte mir zwei Rohre aus leichten Glasfasergewebe und Epoxyharz. Dadurch das leichtes Gewebe verwendet wurde konnte ich 3-4 Lagen um die Rohlinge wickeln, zum Schluß gab ich wieder Frischhaltefolie darauf und rollte das ganze so fest es ging zusammen. Die beiden Enden wurden wie Zuckerlpapier verdreht um es mehr spannen zu können. Am nächsten Tag entfernte ich die Folie trennte die GFK Rohre der Länge nach auf und mit sanfter Gewalt konnten die Rohlinge herausgeschoben werden. Die innere Folie ging dabei auch gleich größtenteils mit heraus. Danach strich ich dei Rohre mit 5min. Epoxy ein und legte noch eine Lage Gewebe darüber. Nach dem spachteln und schleifen kamen zwei wunderschöne Rohre zum Vorschein die noch auf länge gebracht wurden. Beim Zusammenbau des Mastes wurden gleich die Löcher für die Kabel eingebracht sowie die Lampenträger montiert. Hätte ich da auch gleich einen Draht je Lampe eingezogen wäre es später einfacher gewesen die Kabel einzuziehen.

Ansonsten wurde der Aufbau des Modells ohne weiter Ändeungen durchgeführt. Der Hiabkran wurde im aufgeklappten Zustand dargestellt da man so schön die Details wie Hydraulikleitungen und Bedienhenbel sieht. Im Fahrstand wurde noch die Instrumententafel und der Radarschitm hinterleuchtet. Die Tür und das Oberlicht stehen einen Spalt offen um den unter dem Fahrstandboden montierten Lautsprecher besser zu hören. Desweiteren wurden alle Lichter am Mast und dem Dach funktionsfähig gemacht, der Radarbalkendreht sich durch enen umgebauten Microservo und das blaue Blitzlicht wurde durch eine Wechselblinkerschaltung realisiert. Für die nautische Lichterführung wurden 13 Lämpchen verbaut die je nach Fahrzustand geschaltet werden, dazu kommt noch der Blitzer, ein Suchscheinwerfer; ein Strahler für das Backdeck, einer für das Arbeitsdeck; und die Amaturenbeleuchtung. Also insgesamt 19 Lämpchen. Nach der Fertigstellung der Conserver mußte sie ins heimische Testbecken / Pool um austariertzu werden. Laut anleitung soll ein 6V Bleiakku in den Bauch wandern, da dies aber aus Gewichts- und Schwerpunkttechnischen Gründen nicht vertretbar ist kam ein 5er Pack in Gebrauch. diesen konnte ich weiter unten im Rumpf anbringen, damit passte der Schwerpunkt und das Gewicht der Zellen ist auch um etliches geringer. Dadurch wurde das Boot aber zu leicht um auf die Wasserlinie zu kommen, somit mußte ein zweiter 5er Pack dazu was eine längere Fahrzeit bedeutet.

Bei der Testfahrt zeigte das modell was in ihm steckt. Die Leistung des Antriebes ist vollkommen ausreichend und die Wendigkeit aufgrund des Schillingruders ausgezeichnet. Das Boot dreht fast am Teller und bei voller Fahrt hart Ruder Manöver zu fahren kommt einer Notbremsung gleich.
Diese Tatsache entschädigt für die lange Bauzeit und die etwas ungenauen Bauteile.

Technische Daten:
Maßstab: 1:24
Länge über alles: 740 mm
Breite: 240 mm
Gewicht: ca.5 kg
Höhe: ca.480 mm

Für Fragen stehe ich wie sonst auch immer offen!

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