*** Erich Kdolskys Video „Laxenburg 2019″ ist online“

*** die Unterlagen für den 9. Wettbewerb sind bei den Veranstaltungen online ***

*** das N1 TV Video vom Schaufahren 2019 in Laxenburg ist online ***

*** das Reichenau  – Video von Erich Kdolsky ist online ***

Nachdem seit der Ausgabe Nr. 32 der „TURM IST RAUS“ schon eine ganze Weile vergangen ist und meine SSN 751 „SAN JUAN“ beim Internationalen Modell-U-Boottreffen 2007 in Neulengbach getauft wurde und ihre Jungfernfahrt absolvierte, scheint es mir doch an der Zeit, meinen Baubericht fortzusetzen und abzuschließen.

Wir waren beim Stand August 2006 und Bug- und Heckteil waren soweit fertig, daß es nun an den Aufbau des Trägergerüstes für die Einbauten ging. Dazu besorgte ich mir M4 Gewindestangen und die entsprechenden Muttern und Beilagscheiben und weil ich genügend 5 mm starkes Plexiglas vorrätig hatte, packte mich der Ehrgeiz, die gesamte Inneneinrichtung durchsichtig zu bauen. Vier kreisrunde Spanten wurden in etwas mühsamer Arbeit von Hand mit der Laubsäge ausageschnitten. In diesen stecken die Tauchzylinder leicht versetzt, damit die Gewindestangen der Tauchkolben sich nicht gegenseitig behindern.

Befestigt wurden sie in den Spanten mittels kleiner Bleche aus 0,5 mm Messingblech. Mit dem vorderen Tauchtank wurde auch gleich der Druckschalter (der bei zu großer Tiefe auf „Auftauchen“ schalten soll) auf einer Konsole mitbefestigt Die Spanten wurden auf den Gewindestangen durch Muttern und Beilagscheiben gegen Verschieben gesichert. Sie sind dadurch auch jederzeit demontierbar, was sich im Zuge der weiteren Arbeiten auch sehr bewährte. Der Heckspant, der bereits in den Konus reicht, mußte natürlich entsprechend kleiner gemacht werden.

Um dem ganzen Technikgerüst Halt im Boot zu geben und es auch gegen Verdrehen zu sichern, wurde nun in den Boots-Mittelteil innen oben und unten je ein Spurprofil aus 1×1 cm Alu-U-Profil eingeklebt. Nach dem Aushärten ergab die Probe, daß einiges an den Spanten nachzuarbeiten war und besonders der HeckSpant wiederholte Anpassungen erforderte. Aber nach geduldigem Abschleifen hier und dort paßte dann doch alles. Recht froh war ich dabei, daß es mir gelang, die Profile so genau einzukleben, daß nichts klemmte.

Ebenfalls noch vor dem Zusammenbau wurden im Bugspant die Ladestecker für die vier Akkus (Fahren, Tauchen, Empfänger und Licht) eingeklebt.

Nachdem die Sache mit den Tauchtanks zur Zufriedenheit gelöst war, ging ich daran, für die o.a. Akkus die entsprechenden Befestigungen bzw. Auflagen zu schaffen. Ebenfalls aus Plexi. Es entstand ein unterer Boden zwischen den Tauchtanks, eingehängt in das Technikgerüst an den unteren beiden Gewindestangen,  auf dem dann die Akkus mit Klettband befestigt werden sollten. Diese Akkus sind NiMh-Zellen mit 3500 mAh von Konrad, die ich mir dann auch selbst konfektioniert habe. 4,8 V für den Empfänger, 6.o V für die Tauchtanks und  9,6 V für den Fahrmotor. Für die Positionslichter, die Einschaltkontrolle und das Blinklicht im Sehrohr nahm ich 2 Stück 2500 mAh-Mignon-Zellen, ebenfalls NiMh.

Danach folgte der obere Boden im Technikgerüst, der dann das Schaltrelais, den Lageregler und den Empfänger, sowie die Klemmen für die Verkabelung aufnehmen sollte. Die Tauchtanksteuerung von Engel wurde auf einen weiteren Boden oberhalb des vorderen Tauchtanks gesetzt, was durch den großen Innendurchmesser des Bootes möglich war. Ebenso wurde der Akku für die Beleuchtung und die Motorsicherung oberhalb des hinteren Tauchtanks in gleicher Weise aufgebaut.

Dann kamen – inzwischen war es Jänner 2007 geworden – die Arbeiten an der Verkabelung, wobei ich darauf achtete, die Leitungen zwischen Akkus und Motoren bzw. Drehzahlsteller räumlich von den Kabeln vom Empfänger zu den Servos etc. zu trennen, um Störungen zu vermeiden. Dabei ist es mir gelungen die Verkabelung sauber auszuführen und Wuhlings unter den einzelnen Kabeln zu vermeiden, sodaß das ganze Technikgerüst einen sauberen Eindruck vermittelt. Obwohl man ja schließlich davon nichts sieht, hat sich da bei mir doch eine gewisse Pedanterie durchgesetzt. Diese ganzen Schaltarbeiten haben mich etliche Tage in Atem gehalten.

Eine gewisse Herausforderung stellte dabei immer wieder dar, daß ich alles so herstellen wollte, daß immer die Möglichkeit besteht, einzelne Komponenten zu Service- oder Reparaturzwecken leicht demontierbar zu haben. Einen weiteren, ein wenig Gehirnschmalz verbrauchenden Punkt bildete die Stromzuführung zu den Lichtern im Turm (Einschaltkontrolle, Positionsbeleuchtung und Morselampe), da ja das Technikgerüst jederzeit mit wenigen Handgriffen aus dem Rumpf herausgenommen werden kann. Hiefür wurden Schleifkontakte aus Brozeblechstreifen innen im Rumpf und federnde Schleifern aus Ms-Draht am Technikgerüst angefertigt. Die Kabel zum Turm wurden innen am Rumpf mit 2-Komponentenkleber befestigt und unter dem Turm nach außen geführt. Jeder einzelne Schritt beim Einrichten der elektrischen Anlage wurde immer wieder mit Prüflämpchen und Testgerät überprüft.

Ich hatte ja bereits einen Turm angefertigt, den ich auch schon auf  der Modellbaumesse 2004 gezeigt hatte. Dieser war mit allen Ausfahrgeräten bestückt und so wollte ich ihn für mein Fahrmodell nicht verwenden. Also baute ich kurzerhand einen neuen Turm, auf dem nur die beiden Sehrohre, der eingefahrene Schnorchel und das Radar dargestellt sind, was man beim Tauchen, wo eigentlich alle Geräte eingefahren werden, im Modell noch tolerieren kann. Anders wäre das Modell bei den Ausstellungen auch nicht sehr attraktiv. Recht arbeitsaufwändig gestaltete sich die Anfertigung des Sehrohres mit dem Morselicht (siehe „Jagd auf Roter Oktober“) , das aus einem Messigrohr mit aufgelötetem Deckel und Miniaturbirnchen (3 V) im Inneren besteht.

Danach erfolgten die Arbeiten an der Wasserführung zu den Tauchtanks. Zum Heck-Tauchtank gelang es auf Anhieb, beim Bug-Tank mußte ich eine falsche Bohrung im Rumpf wieder verschließen und neu machen. Die Spanten des Einschubes bekamen an den entsprechenden Stellen Ausnehmungen, um beim Einbau des Technikgerüstes nicht am Ansaugnippel (aus Messing selbst gedreht) hängenzubleiben. Auch den Abzweiger zum Druckschalter habe ich mir selbst angefertigt.  Das ging recht schnell und war eine interessante Arbeit.

Nachdem nun die Innereien soweit fertig waren, machte ich mich an die Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes des Bootes. Aus dem Plan waren die zahlreichen Luken und Deckel gut zu ersehen. Erst einmal habe ich versucht, die Umrisse der Luken mit einem feinen Zahnarztbohrer an flexibler Welle mit der freien Hand zu fräsen. Das ist mir nur sehr mangelhaft gelungen, da die Führung fehlte. und so bin ich dann den umgekehrten Weg gegangen und habe die einzelnen Deckel aus dünnem ABS-Material ausgeschnitten und aufgeklebt. Da alle Ecken dieser Deckel abgerundet sind, war das eine zeitraubende und die Fingerkuppen beanspruchende Arbeit. Nach dem Aufkleben wurde dann alles mit feinem, auf einem Holzklotz aufgeklebten  Schleifpapier so dünn als möglich abgeschliffen, sodaß fast nur mnehr die Struktur erhalten blieb. Nicht gerade einfach war auch die Herstellung des Sonars, das über fast die gesamte Rumpflänge läuft. Es wurde in einzelnen Segmenten aus Plexi etwas mühsam zusammengeschliffen und ebenfalls aufgeklebt. Dann kamen noch selbsthergestellte Klampen und ähnliches Zubehör an Deck.

Das Album ist unbekannt oder exixtiert nicht.
Termine
Termine
Mitgliederkarte
Mitgliederkarte
Archive