*** Erich Kdolskys Video „Laxenburg 2019″ ist online“

*** die Unterlagen für den 9. Wettbewerb sind bei den Veranstaltungen online ***

*** das N1 TV Video vom Schaufahren 2019 in Laxenburg ist online ***

*** das Reichenau  – Video von Erich Kdolsky ist online ***

Zum Anblasen des erforderlichen Überdrucks vor dem Tauchen mußte ich einen Kompromiß eingehen, denn der Schlauch zum Ventil mußte ja aus dem Rumpf herausgeführt werden. Das löste ich dann unter der Wasserlinie, sodaß der Verschlußstopfen beim Fahren nicht sichtbar ist. Bei der Ausstellung fällt er auch nicht sehr auf, denn die Lackierung versteckt ihn recht erfolgreich.

Nun folgten die Druckproben des Bug- und Heckteils. Während beim Bugteil alles auf Anhieb dicht war, gelang das beim Heck nicht so ganz und ich mußte die gesamte Gestängeführung im Heck einschließlich der Faltenbälge umbauen. Aber auch das gelang schließlich zur  Zufriedenheit. Nachdem auch die O-Ringe auf den Rumpf-Verschlußringen erstmals aufgebracht waren, erfolgte auch die Dichtheitsprobe des gesamten Rumpfes.  Dabei zeigte sich, daß die Bajonettringe an einigen Stellen mit dem Rumpf nicht völlg dicht verklebt waren. Ausfräsen der Verklebung und neu Einharzen war daher notwendig und führte auch sofort zum Erfolg.

Nach einigen Fertigstellungsarbeiten war es dann endlich im August 2007 soweit, daß ich zum ersten Mal mit dem – noch unlackierten – Boot in unserem Pool ins Wasser gehen konnte. Dabei stellte sich heraus, daß wie erwartet (denn ich hatte mir ja ungefähr 18 kg Auftrieb errechnet) das Boot viel zu leicht war und auch nicht aufrecht schwamm, sondern kenterte. Jetzt ging die Jagt auf genügend Blei los. Im Modellbauhandel fand ich in Wien dünne Bleiplatten, die ich unten im Rumpfmittelteil neben dem unteren Spurprofil so unterbringen konnte, daß der Technikeinschub darüber hinweggleiten kann. Das brachte schon Stabilität und das Boot schwamm bereits aufrecht. Aber die Wasserlinie stimmte bei weitem noch nicht. So ging die Blei-Jagd weiter. Eine Anfrage bei einem örtlichen Installateur brachte mir die Anschrift eines Almetallhändlers, der den Installateuren ausgediente Bleirohre zur Entsorgung abnahm. Dort bekam ich dann auch ca. 12 kg Altblei. Dieses wurde etwas mühsam und mit viel Dreckarbeit verbunden gereinigt und in Form gebracht.

Jetzt ging es wieder mit dem Boot ins Wasser und die Trimmerei fing an. Grob wurden die erforderlichen Gewichte empirisch ermittelt und dann anschließend wieder in der „Werft“ die nicht ganz kleinen Bleibrocken  vorne, hinten und in der Mitte des Einschubes befestigt. In der Mitte zwischen den Akkus, vorne und hinten direkt an den Tauchtanks mittels Kabelbindern. Jedes Gewicht wurde durch Hämmern und Biegen am Amboß in die erforderliche Form gebracht. Danach wieder ins Wasser und jetzt stimmte es.

Mitte August begannen die Vorarbeiten für „Neulengbach 2007“ mit der Lackierung der Andenken für die Teilnehmer und bei dieser Gelegenheit lackierte mir Peter Mistlbacher das Boot in seiner bekannt perfekten Weise nach den Angaben im Plan. Letzte Details mußten dann natürlich von Hand gemacht werden, das war aber nicht mehr schwierig und das Boot sah danach sowohl an Land als auch im Wasser ganz super aus und ich freute mich schon, damit zum ersten Mal in Neulengbach beim Treffen an die Öffentlichkeit zu gehen. Nur das Tauchverhalten war noch nicht OK, aber tauchen mußte ich ja bei der Jungfernfahrt in Neulengbach nach der Taufe, bei der meine Frau die Patin war, noch nicht.

Damit war ich fürs erste zufrieden. Aber nach einiger Zeit, die ich mit anderen Vorhaben verbrachte, ging ich daran, einige Verbesserungen durchzuführen. Einerseits erschien mir der eingebaute Motor zu schwach, andererseits störte mich das nicht zufriedenstellende Tauchverhalten doch gewaltig und so begann ich im Mai 2008 mit den erforderlichen Umbauaarbeiten und Versuchen (Auftriebskörper hinein, heraus und wieder an anderer Stelle hinein und hoffe, das jetzt (Ende Juni 2008) endlich abgeschlossen zu haben. Die endgültige Fahrerprobung steht noch aus und wird hoffentlich bald im Teich bei Freunden erfolgen.

Insgesamt waren bis heute fast 600 Arbeitsstunden erforderlich und die Materielkosten beliefen sich auf  etwa 2.1oo.– Euro.

Ich glaube, daß mir mit diesem Modell, das nur nach Plan gebaut wurde,  ein schönes Boot gelungen ist und ich freue mich jedesmal wenn ich es sehe. Es war eine schöne Arbeit, die mir viel Spaß bereitet hat und bei der auch einiges an „Knobelei“ angefallen ist, was den Bau meiner Meinung nach so interessant gemacht hat. Außerdem haben ich dabei wieder neue Erfahrungen sammeln können, die ich gerne bereit bin weiterzugeben.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, daß ich alle Planungsarbeiten, Skizzen und Schaltpläne sauber gezeichnet habe und somit auch eine gewisse Dokumentation der Einzelteile entstanden ist. Alles ist in einer Mappe fein säuberlich gesammelt, auch die Aufschreibungen der Arbeitszeit und der Ausgaben. Im Internet fand ich auch eine Dokumentation über die Los Angeles-Class sogar auf Deutsch, sodaß ich auch einen gewissen historischen Hintergrund zu meinem Modell erhielt.

Toni Schwarz

Das Album ist unbekannt oder exixtiert nicht.
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